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Santiago de Chile

 

Am Morgen geht es früh weiter an den Flughafen von Buenos Aires. Diesmal klappt mit Uber alles super. Etwa eine halbe Stunde vor der Landung fliegen wir über die schneebedeckten Anden. Der Anblick ist einfach beeindruckend - unbedingt einen Fensterplatz sichern!


In Santiago bleibe ich 3 Tage und auch hier mache ich Couchsurfing bei Felipe, der im Stadtteil Ñuñoa wohnt. Vom Flughafen kommt man für wenig Geld mit einem Bus in die Innenstadt. Dort kann man dann mit der gut ausgebauten Metro weiter fahren. Diese wird ständig erweitert, da die Stadt die öffentlichen Verkehrsmittel fördert aufgrund der starken Luftverschmutzung in Santiago. Hierzu muss man sich für ca. 2000 Pesos eine Karte kaufen, die man dann beliebig mit einem Betrag seiner Wahl aufladen kann. Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist Santiago ist sehr günstig und sehr einfach, daher absolut zu empfehlen!

 

Barrio Italia
Gleich am ersten Tag führt mich mein Gastgeber Felipe in das Viertel Barrio Italia. Dieses hat sich in den letzten Jahren zum Trendviertel entwickelt. Es ist eine Mischung aus versteckten Cafés in wunderschönen Innenhöfen, trendigen Concept Stores & Läden von chilenischen Designern und jeder Menge Antiquitäten-Geschäften. Am besten macht man einen Spaziergang in den kleinen Straßen rund um die Avenida Italia und lässt sich einfach treiben und inspirieren. Für eine kleine Pause zwischendurch eignet sich eines der schönen Innenhof-Cafés in der Umgebung, zum Beispiel das Café Gudelia. Ich habe in einem venezolanischen Restaurant ein typisches Aripa gegessen! Kulinarisch lässt das Barrio Italia keine Wünsche offen. Eines meiner Highlights!
Bushaltestelle: Avenida Sucre (505, 514 oder 508)

 

Weingut Viña Cousiño Macul 
Die Umgebung rund um Santiago de Chile ist bekannt für ihren sehr guten Wein aus hauptsächlich französischen Rebsorten. Das Weingut Cousiño Macul ist das zweitälteste in Chile (aus dem Jahre 1550) und noch immer in Familienbesitz. Die Rebstöcke sind zum Teil bis zu 85 Jahre alt und aus ihren Trauben wird der Spitzenwein "Loto" produziert. Früher lag das Weingut außerhalb von Chile, aber durch den Wachstum von Santiago, ist das Weingut heute quasi zentral gelegen und dadurch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Nach einer 45minütigen Führung (englisch und spanisch) durch Weinberg, Produktionshallen und Weinkeller gibt es eine Verkostung von 4 Weinen. Kostenpunkt: 14.000 Pesos und das Weinglas darf man behalten. Vorherige Anmeldung über die Internetseite ist erforderlich.
Adresse: 7100 Av Quilin, Metro bis Station Quilin, dann weiter mit dem Bus D17 bis Haltestelle Alto Macul (zu Fuß ist nicht schön und daher nicht besonders empfehlenswert).

 

Free Walking Tour
Ich bin großer Fan von kostenlosen, geführten Touren in Städten und habe bisher noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. In Santiago allerdings war ich gar nicht zufrieden mit der Führung, da trotz 2 stündigem Spaziergang mit Spicy Tours (grüne Shirts) die Informationslage nicht besonders umfassend war. Dennoch haben wir die wohl wichtigsten Spots der Stadt gesehen wie den Plaza de Armas, die Börse, den Präsidentenpalast und das Centro Gabriela Mistral GAM (Kulturzentrum der Stadt mit vielen Ausstellungen und kostenlosen Angeboten).

 

Eis bei Emporio La Rosa
Ein gutes hatte die Tour dann doch: wir haben den Tipp für das beste Eis der Stadt bekommen: Emporio La Rosa. Chilenen lieben Süßigkeiten und Eis, daher gibt es an jeder Ecke Kleinigkeiten zum Naschen. Diese legendäre Heladeria zählt zu den 25 besten Eisdielen der Welt und hat schon diverse Auszeichungen erhalten. Sie haben auch einige ungewöhnliche Eissorten im Angebot. Ich hatte ein Schokoladeneis mit Orangensirup. Eine große Kugel kostet ca. CLP $ 1800
José Victorino Lastarria 71

 

Funicular
Im Jahr 1925 wurde die Zahnradbahn hoch hinauf zu einem Park Cerro San Cristóbal gebaut. Ich empfehle früh dort zu sein, da sonst die Schlange an der Kasse unendlich lang ist. Ich bin an einem Sonntagmorgen um 10 dort gewesen und konnte so neben der spektakulären Aussicht über Santiago, die Gesänge des Gottesdienstes (und die waren echt schön!) die per Lautsprecher nach draußen übertragen wurden, genießen. 

 

Parque Forestal
Zentral gelegener Park im Stadtteil Bellavista, in dem man sehr schön spazieren gehen und im Schatten auf einer lauschigen Bank sitzen und Chilenen beim Schlendern sowie Kindern beim Zuckerwatte essen zusehen kann.

 

Papas bei Papachecos
Aufmerksam bin ich geworden, weil die Schlange vor dem Imbiss so riesig war. Es gibt ausschließlich Pommes mit einer großen Auswahl an verschiedenen Salsas und Toppings. Da die Chilenen scharfe Saucen mit Raucharomen lieben, habe ich mich für diese typische Salsa entschieden. Eine kleine Portion mit Salsa kostet 2.400 Pesos.
Mercedes 10 in der Nähe der Metrostation Baquedano

 

Cerro Santa Lucia 
Ein weiteres Highlight für mich in Santiago ist der Hügel und Park Santa Lucia. Interessant ist, dass er mit einem gewöhnlichen Park wenig zu tun hat. Es ist vielmehr ein kleiner Berg mitten in Santiago, der mit kleinen Treppen, Aussichtspunkten und Bänken bestückt ist. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einer tollen Aussicht über Santiago belohnt.

 

Conjunto Concha y Toro
Im unprätentiösen Studentenviertel Barrio Brasil findet sich der schmucke Platz für Pressefreiheit, umgeben von Häusern mit gekurvten Ecken und Loggien, die von wohlhabender Bürgergeschichte zeugen. Leider ist das Viertel sonst nicht besonders erwähnenswert.

 

Parque Agua de Ramón
Trekking fast mitten in der Stadt - das gibt es in Santiago! Für einen kleinen Rundgang im Park braucht man ca. 2 Stunden. Nach einem kleinen Anstieg befindet man sich auf einer Art Plateau mit tollem Blick über Santiago auf der einen und das Bergmassiv der Anden auf der anderen Seite. Der Weg führt durch das Hinterland, über ein paar Brücken zu einem sehr kleinen Wasserfall, an dem man sich kurz erfrischen kann. Für mich ein idealer Ausflug für einen halben Tag. Wanderschuhe sind empfehlenswert.
Eintritt: 3000 Pesos
Alvaro Casanova 2851, Bus D08 
Für weitere leichte Trekkingtouren rund um Santiago empfiehlt sich die Seite des Parkverbundes www.asociacionparquecordillera.cl (Quebrada de Macul, Cantalao, Farellones de Santa Elena, Puente Ñilhue, San Carlos de Apoquindo)

 

Autofreier Sonntag
Jeden Sonntag sind von 9 bis 14 Uhr etliche Straßen in Santiago für Autos gesperrt. Dies Nuten viele Santiaguenos und spazieren, joggen oder radeln durch die Stadt. Eine sehr schöne Atmosphäre!
Mote de Huesillo
Dieses unfassbar süße Getränk zählt zu den Favoriten der Einwohner Santiagos. Es besteht aus geschmacklosen, gekochten Weizenkörnern, die mit einer Art Zuckersirup aufgegossen werden. Zur Krönung gibt es noch einen eingelegten Pfirsich on top. Wahlweise gibt es das Getränk in Kindergröße oder auch in halb Liter Gefäßen. Mir eine Hälfte der Kindergröße ausbricht, sonst hätte ich vermutlich einen Zuckerschock bekommen.

 

Restaurant Utopia

Mit der App namens Mesa kann man in Santiago je nach Zeit und Tag unterschiedliche Discounts auf Essen und/oder Getränke bekommen - in der Regel zwischen 30% und 40%. Ich war im Restaurant Utopia, in einem sehr schönen Viertel mit vielen Bars und Restaurants und habe sehr lecker vegetarisch gegessen. Natürlich war die günstigste Flasche Weißwein ausverkauft - kann Zufall sein, manchmal ist das allerdings auch ein Trick um Touristen noch etwas mehr aus der Tasche zu locken.

José Victorino Lastarria 105, zwischen Plaza de Armas und Plaza Baquedano

 

 

Im Allgemeinen habe ich mich in Santiago sehr wohl gefühlt, wenn auch man immer auf seine Sachen etwas Acht geben sollte. Ich mag diese Metropole sehr, auch wenn am Vormittag der Smog häufig über der Stadt hängt und erst am Nachmittag die Sonne raus kommt. Santiago, ich hoffe wir sehen uns irgendwann wieder!