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Puerto Natales - Mirador Dorotea

 

Nach dem langen ersten Tag im Nationalpark bin ich erschöpft und beschließe, einen Tag zu pausieren. Im Hostel lerne ich zwei nette Mädels kennen, die ebenfalls nicht den Nationalpark besuchen und so beschließen wir, gemeinsame Sache zu machen. Nach einem hervorragenden Frühstück im Hostel machen wir einen Ausflug zum Mirador Dorotea. Mit dem Taxi geht es zum Eingang (ca. 4500 Pesos für eine Fahrt), dort bezahlt man dann an einer privaten Hütte 5000 Pesos für die Nutzung dieses Privatweges hinauf zu einem Aussichtspunkt.
Es geht zuerst über Schafweiden, dann einen leichten Anstieg durch halbhohe Wälder. Und dann wird es ziemlich steil und uns ziemlich warm. Die Vegetation gleicht einem Zauberwald, denn viel Äste sind mit einer Flechte bedeckt. Dies lässt sie wie aus einer anderen Welt wirken. Als hätten die Bäume ein Fell. Nach etwa 1.5 Stunden Aufstieg stehen wir an einem spektakulärem Abgrund mit Sicht über Puerto Natales, den See und die schneebedeckten Berge im Hintergrund. Nach weiteren 20 Minuten sind wir ganz oben. Es ist hier sehr windig und ziemlich kalt. Wir beschließen etwas weiter unten im Windschatten eine kleine Pause zu machen. Während wir Cookies und Cracker in dir Sonne verspeisen, sehen wir aus nächster Nähe Condore über uns kreisen. 
Nachdem wir den Abstieg gemeistert haben, kommen wir nach insgesamt 3.5 Stunden wieder unten im Tal an. Der Besitzer des Häuschens lädt uns noch auf eine Tasse Tee zu sich ein. Kurze Zeit später sitzen wir in seinem Esszimmer und es gibt Tee, Cracker, Brot, etwas Marmelade, selbst gemachte scharfe Sauce und Wurst. Wie freundlich die Menschen hier sind! Leider verstehe ich den netten Herrn fast gar nicht, da er sehr schnell redet und zudem nuschelt - ein waschechter Chilene. Nach kurzem Aufenthalt beschließen wir zurück zu trampen. Schon nach 3 Minuten hält eine ältere Frau an und nimmt uns mit zurück in die Stadt. Den restlichen Nachmittag widme ich der Entspannung und Genesung, da sich mein Körper stark nach Erkältung anfühlt.

Abends gehe ich mit den Mädels und Freunden der Estancia, auf der sie arbeiten, im Baguales essen. Es gibt Quesadillas und frittierte Zwiebelringe. Yummie!