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San Pedro de Atacama - Pucará de Quitor

Am letzten Tag in der Wüste mache ich einen Ausflug in die nah gelegene ehemalige Festungsanlage der Atacameños, die einst hier lebten. Von meinem Hostel aus, sind es nur 4km Fußweg dorthin (Eintritt 3.000 Pesos). Die Ruinen von Quitor dienten den Atacameños als Art Fluchtburg im 8. -12. Jahrhundert. Im kleinen Museum sind einige Fundstücke aus dieser Zeit ausgestellt. So auch ein paar Ledersandalen, Schmuck, Überreste einer Tunika und einer gewebten Tasche. Um 1540 diente die Festung dann als Befestigungsanlage, weil die Atacameños ihre Freiheit gegen Einwanderer und gegen die spanischen Kolonialisten verteidigen mussten. 
Die Ruinen sind terrassenförmig an den etwa 80m hohen Berg angelegt und können in einem sehr schönen, etwa zweistündigem Spaziergang bewandert werden. Von ganz oben hat man eine tolle Aussicht über die Oase, in der San Pedro liegt. Besonders beeindruckt bin ich aber nicht von den Ruinen, sondern von der nebenan liegenden Felshöhle und die beiden, in Stein gehauenen, riesigen Gesichter. Eines, das vor der Höhle gen Himmel schaut. Und ein weiteres, das am Torbogen platziert ist. Die Stimmung mutet fast mystisch an. 
Pucará de Quitor - für mich auf jeden Fall einen Besuch wert. Insbesondere weil man hierfür keine organisierte Tour buchen muss und alles in einem halben Tag auf eigene Faust machen kann. Der Ort hat eine besondere Atmosphäre und ist nicht von Touristen überlaufen. Nach etwa drei bis vier Stunden bin ich mit der Besichtigung der Ruinen fertig und spaziere die staubige Straße zurück nach San Pedro.

 

Den Nachmittag entspanne ich im Hostel, packe meine Sachen, dusche nochmal und mache mich dann startklar für den Nachtbus nach La Serena. Am überraschend hübschen Busbahnhof von San Pedro de Atacama esse ich noch im Café Rincon de Pachita ein Sandwhich und genieße das entspannte Treiben. Sehr schön war es mit dir, San Pedro! Ich habe mich wohl und sicher bei dir gefühlt und du hast mit deinen Naturwundern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.