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Bariloche - Cerro Bellavista

Wir beginnen die Wanderung direkt von dem Haus von Javier. Es geht erst 3.5km durch die Ebene zum Startpunkt des Wanderwegs. Dann geht es auch direkt sehr steil los. Der Weg ist gut zu finden, hat aber teilweise sehr rutschige Passagen, da die Erde nicht fest ist. Man muss sich an Ästen oder Wurzeln festhalten und über umgestürzte Bäume klettern. Es ist anstrengend. Insbesondere im oberen Teil, wo der Wald aufhört, pfeift der Wind. Es wird steinig und sandig und der Weg ist zu beiden Seiten stark abschüssig. Für die gesamte Strecke von 7km und 1000 Höhenmeter brauchen wir drei Stunden. Dann sind wir da und können rundum über die gesamte Ebene schauen! Wahnsinn!
Ich bin erschöpft und wir gönnen uns eine ausgedehnte Pause. Auf dem Gipfel gibt es leider keine Hütte und auch noch einen Stock, der als Gipfelkreuz zweckentfremdet wurde. Dafür hat jemand mit Steinen einen kleinen Windschutz gebaut, der zur Rast dient. Nachdem ich mein komplettes Proviant aufgegessen habe und mir kalt wird, brechen wir allmählich auf. Der Rückweg ist ebenso rutschig wie der Aufstieg und einmal haut es mich auch auf den Hosenboden. Wie Leute hier Trailrunning machen können, ist mir schlichtweg unbegreiflich. Das ist ja lebensmüde! Eine gute Sache hat der steile Aufstieg: man ist schnell wieder unten. In 1.5h erreichen wir wieder den Startpunkt des Wanderweges.
Wer eine Herausforderung sucht und mittel bis schwere Wege liebt, der ist hier genau richtig! Ausreichend Wasser und Proviant nicht vergessen.