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Cabo Polonio

Der winzige Fischer- und Badeort liegt inmitten eines geschützten Naturreservats. Cabo Polonio ist weder an das Straßennetz noch an die öffentliche Versorgung mit Elektrizität und Wasser angeschlossen. Um dorthin zu kommen, muss man einen Shuttle mit Allradbussen nehmen oder zu Fuß über den Sand spazieren. Cabo Polonio hat etwa 100 Einwohner. In der Hochsaison natürlich deutlich mehr, da viele Hippies und Surfer hier ihre freien Tage verbringen. Viele erzeugen hier ihren Strom selbst mir Solar- und Windenergie und haben einen Regenwassertank auf dem Dach.


Von unserem Hostel in La Paloma brauchen wir etwa eine Stunde bis zum Parkplatz des Shuttles. Der Allradbus fährt etwa 15 Minuten durch die erst grüne Landschaft, dann über sandige Wege und schließlich über den Strand. Wir gehen etwas in Cabo Polonio spazieren, vorbei an Cafés und Bars und kleinen Läden mit Kunsthandwerk. Schon von Weitem riecht man einen eher unangenehmen Geruch mit einer leicht fischigen Note: eine der weltweit größten Seelöwen-Kolonien befindet sich hier. Ich habe auf meiner Reise schon einige Seelöwen gesehen, aber noch nie waren es so viele. Dazu kommt, dass man sehr nah an die Tiere heran gehen kann. Wirklich beeindruckend! An der Spitze der Halbinsel mit den Seelöwen befindet sich der im Jahr 1881 in Betrieb genommene Leuchtturm Faro de Cabo Polonio, der für 30 Pesos bestiegen werden kann. Es lohnt sich, denn so hat man einen tollen Blick über die Halbinsel, das Dörfchen und die Seelöwen, die sich auf ein Steinen sonnen und im Meer baden. Danach geht es zum Strand, der schier unendlich ist. Das Meer ist erfrischend kalt und die Sonne brennt (Sonnenschutz und Kopfbedeckung sind ein Muss!). Wir futtern die Empanadas aus der Lunchbox, die vom Hostel bereit gestellt wurde, und gönnen uns dann noch in einer der Bars ein kaltes Bier ehe es zurück geht. 


Cabo Polonio ist wirklich einzigartig durch seine Abgeschiedenheit, seinen Hippieflair und die Lage zwischen Dünen, Meer und Seelöwenkolonie. Ideal zum Entschleunigen (Wifi in Bars oder Cafés gibt es kaum) und für einen Tagesausflug sehr gut geeignet. Schöner könnte der letzte Tag im Jahr nicht sein!