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Rio de Janeiro - Zuckerhut & Christo

Mit dem Anbieter Urban Adventure buchen wir eine Tour, die neben einigen anderen Sehenswürdigkeiten in Rio, die wohl beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Rio beinhaltet: den Zuckerhut und die Christusstatue. 


Christo Redentor
Kaum ein anderes Wahrzeichen steht so sehr für Rio wie die 38 Meter große Figur hoch oben auf dem Corcovado Berg. Mit ausgebreitet Armen schaut der Christus hinab auf die Stadt in Richtung des Zuckerhuts. Grund für die abgewählte Blickrichtung ist, dass früher die meisten Leute mit dem Schiff nach Rio de Janeiro kamen - also schaut er in die Richtung des Hafens. Die katholische Kirche errichtete dieses Wahrzeichen, um nach der Gründung der Republik Brasilien und der Separation von der Kolonialmacht Portugal, ein Symbol für den Katholizismus zu setzen. Jahrelang wurden Spenden gesammelt, bis der Bau 1926 begann. Nach rund fünf Jahren wurde die, zur Zeit ihrer Fertigstellung weltweit größte Christusfigur, 1931 eingeweiht. Besonders amüsant finde ich die Beschädigung der Figur durch ein Unwetter im Jahr 2014, durch das der Christus seinen rechten Mittelfinger verlor. War wohl ein Zeichen Gottes. Der Makel wurde allerdings schnell wieder behoben. Selbstverständlich ist diese Attraktion heutzutage zu nahezu jeder Uhrzeit überlaufen, zählt sie doch zu den Dingen, die man in Rio nicht verpassen sollte. Die Leute vor Ort sind jedoch ziemlich gut organisiert und so wird man ganz gut durchgeschleust und mit den Minibussen nach oben gefahren. Die letzten Stufen muss man selbst nehmen - entweder zu Fuß oder mit dem Lift. Oben angekommen ist es natürlich unmöglich eine ruhige Minute zu finden, um den Blick auf sich wirken zu lassen. Aber es ist den Stress auf jeden Fall wert!


Zuckerhut
Kein anderer Berg in der Umgebung ist so markant und wohl so berühmt wie der Zuckerhut. Die erste Seilbahn wurde hier vor etwa 100 Jahren in Betrieb genommen. Damals galt sie als weltweit dritte Seilbahn und war damals schon ein Highlight. Heute ist die Seilbahn ein sehr modernes Fabrikat, made in Switzerland. Der Spaß ist nicht ganz günstig (etwa 100 Pesos für beide Wege); wer möchte, kann auch zu Fuß zum Morro da Urca marschieren. Das ist der kleine Bruder vom Zuckerhut, der gleich nebenan steht. Von hier hat man auch einen sehr schönen Ausblick. Von dort nimmt man dann die nächste Bahn zum Zuckerhut. Glücklicherweise ist die Plattform recht groß, sodass sich die Besucher dort etwas verteilen. Wir haben das Glück, am späten Nachmittag das 360 Grad Panorama zu genießen. So ist das Licht ganz weich und man sieht die spektakuläre Lage dieser wahnsinnigen Stadt. Ich bin begeistert vom Anblick in der Abendsonne und kann nicht genug bekommen. Normalerweise bin ich kein Fan von standardisierten Touristenattraktionen - aber das hier lohnt sich wirklich! Und als ich abends beeindruckt ins Bett falle, weiß ich, dass ich mich ein bißchen in diese Stadt verliebt habe.

Die "Highlights of Rio" Tour mit Urban Adventure kann ich sehr empfehlen. Man kommt mit einem Minivan schnell von A nach B und hat ausreichend Zeit, sich die Dinge anzusehen. Unser Guide Ivan sprach hervorragendes Englisch und hatte als geborener "carioca" viel über seine Heimatstadt zu erzählen. Top!