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Búzios

Eigentlich wollte ich drei Tage in Arraial bleiben, aber ich entscheide mich spontan nach zwei Nächten in Arraial nach Búzios weiterzufahren. Die Strände sollen zwar in Arraial schöner sein, dafür hat Búzios die schönere Innenstadt und mehr zu bieten, was Unternehmungen angeht. 
Also fahre ich für 5.55 Real mit dem regionalen Bus nach Búzios. Die Abfahrtzeiten sind mir bis heute ein Rätsel, da im Internet zwar welche stehen, die aber sowieso nicht eingehalten werden. Also stellt man sich einfach an eine Haltestelle und wartet bis der richtige Bus vorbei kommt. Da ich früh unterwegs bin, ist es glücklicherweise noch nicht so heiß. Nach über einer Stunde komme ich in Búzios an. Mit den regionalen Bussen kann man an ziemlich jeder Stelle aussteigen, wenn man Bescheid sagt. So wirft mich der Bus quasi direkt vorm Hostel Lobo Inn raus. Ich kann zwar noch nicht das Zimmer beziehen, aber mein Gepäck dort abgeben. Also unternehme ich einen kleinen Spaziergang und gehe einkaufen. Nach dem Checkin fahre ich in die Innenstadt, um Kleinigkeiten zu erledigen wie das Busticket nach Rio zu kaufen. In Búzios kann man sich am besten mit Minibussen, einer Art Collectivo, fortbewegen. Pro Strecke zahlt man 3.50 Real und sagt Bescheid, wenn man raus will. Die Minibusse verkehren immer zwischen dem Zentrum und dem Stadtausgang im südlichen Teil. Im Stadtzentrum gibt es wunderschön gepflasterte Straßen und eine Promenade am Strand, die die ältesten Stadtteile Armação mit Ossos verbindet. Dort kann man unter Palmen spazieren gehen, in einer der Boutiquen shoppen oder in einem der unzähligen Restaurants und Bars entspannt die vorbei schlendernden Leute beobachten oder auf die zahlreichen Boote schauen, die in der Bucht dümpeln. An der Orla-Bardot-Promenade findet man eine lebensgroße Figur von Brigitte Bardot sitzen. Mit ihrem brasilianischen Lebenspartner war sie damals Stammgast in Búzios und hat diesem Ort die mondäne und schicke Atmosphäre verliehen. Anscheinend war sie auch die erste Dame, die sich hier oben ohne gesonnt hat - damals wie heute ein polarisierendes Thema im konservativen Brasilien. Etwas weiter nördlich stehen drei Fischer aus Bronze im Wasser, die von der gleichen Künstlerin angefertigt wurden. Täuschend echt ziehen sie ein Netz aus dem Wasser und stehen dafür für den Ursprung von Búzios, das lange Zeit nicht vom Tourismus, sondern vom Fischfang gelebt hat. Beim Weg zurück zum Hostel gehe ich am Strand Praia de Geribá vorbei. Obwohl es schon später Nachmittag ist, ist hier immer noch viel los. Ich werde also etwas recherchieren müssen, um einen schönen, nicht überlaufenen Strand für die kommenden Tage zu finden.
Trotz vieler Touristen, Strandbuggies, die durch die City fahren und Partybooten auf dem Wasser gefällt mir Búzios sehr gut. Es hat mehr Charme als Arraial und überzeugt durch seine pittoresken gepflasterten Straßen, die endlos lange Promenade und viele Bademöglichkeiten.


Hostel Lobo Inn
Schöner Gemeinschaftsraum, bequeme Betten und funktionierendes Wifi. Abends trinken die Gäste mit den Leuten, die im Hostel arbeiten, zusammen gerne Caipirinha oder Caipivodka.
Av. Jose Bento Ribeiro Dantas 2980, Manguinhos