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Arequipa

Die weiße Stadt Perus überzeugt nicht nur durch ihre 300 Sonnentage, sondern auch durch ihre wunderschöne Architektur in der Innenstadt, durch die kleinen Innenhöfe mit Cafés und kleinen Läden und durch die geschäftig-internationale Atmosphäre. Darüber hinaus wird Arequipa von drei Vulkanen umgeben, die bei guter Sicht im Hintergrund zu sehen sind. Der schönste und interessanteste Vulkan ist sicherlich der aktive Vulcano Misti, der sich sogar im Stadtwappen verewigt hat. Gesellschaft bekommt er vom schlafenden Vulkan Chachani und vom inaktiven Vulkan Picchu Picchu.
Als zweitgrößte Stadt Perus ist Arequipa vor allem wirtschaftlich von Bedeutung. In den umliegenden Minen wird bis heute Kupfer, Silber und Gold abgebaut. Ein Hafen für die internationale Verschiffung befindet sich in nur zwei Stunden Entfernung. Die Landwirtschaft im umliegenden fruchtbaren Tal mit mildem Klima ist von großer Bedeutung. Hier werden vor allem Quinoa, Paprika, Kartoffeln und Mais angebaut. Arequipa hat nicht nur eine eigene Brauerei "Arequipeña", sondern auch eine 100jährige Schokoladenfabrik "La Ibérica" mit eigenem Store direkt am Plaza de Armas.


Ich habe nur etwa 24 Stunden in Arequipa verbracht - und hätte ehrlich gesagt noch weitere zwei Tage bleiben können. Aber wenn man mit einer Gruppe reist, kann man plötzlich nicht mehr spontan seine Plane anpassen. Ich genieße es sehr, dass ich mich für diese zwei Wochen nicht mehr um Bustickets und Hotelbuchungen kümmern muss, bedaure aber insbesondere in solchen Momenten auch die Unflexibilität einer durchgeplanten Reise. Nichtsdestotrotz habe ich einen sehr guten Eindruck von Arequipa erhalten und kann euch diese Tipps sehr aus Herz legen:


Free Walking Tour
Am besten lernt man Arequipa zu Fuß kennen. Ich habe eine etwa zweistündige Free Walking Tour mit Beatrix gemacht (Treffpunkt um 14.00 Uhr gegenüber des Klosters). Auf dem Weg durch die Stadt passiert man den imposanten Plaza de Armas mit der Kathedrale und den Kolonialgebäuden aus weißem Vulkangestein. Die Fußgängerzone, die ich bisher so nur hier erlebt habe, ist erstaunlich sauber und gepflegt. Ein Ort, der mir besonders gut gefallen hat, ist die öffentliche Bibliothek mit einem wunderschönen Patio. Es ist das ehemalige Wohnhaus eines peruanischen Nobelpreisträgers, der sein Haus nach seinem Tod der Stadt vermacht hat. Ein weiterer schöner Platz ist der Plaza San Francisco mit dem Froschbrunnen. Der Frosch hat im Glauben der Peruaner eine wichtige Bedeutung für die Fruchtbarkeit. Daher kann man bis heute einen sogenannten "Jugo de Ranas" im Markt von Arequipa kaufen. Die Vorstellung, dass in einem Getränk neben Schwarzbier und Honig auch ein kompletter Frosch verarbeitet ist, finde ich etwas befremdlich und geschmacklich sicherlich gewöhnungsbedürftig. Eine weitere kulinarische Besonderheit ist sicherlich der Besuch einer Picantería mit der Verköstigung eines gegrillten Meerschweinchens. Dies zählt zum normalen Essensplan eines Peruaners. In der Picantería La Dorita reicht für mich persönlich der Anblick der gehäuteten Meerschweinchen, die über eine Art Leine in der Küche hängen. Die Tour endet beim Mirador de Yanahuara auf der anderen Seite des Río Chili. Hier ist auch eine schöne kleine Kirche, die besichtigt werden kann. In der Nähe kann man im "Bitute" das traditionelle "Cheese Icecream" kosten. Keine Angst, es handelt sich dabei nicht um richtigen Käse. Es wird nur so genannt, weil die Eismasse bei der Zubereitung sehr ähnlich aussieht wie die bei der Herstellung von Käse.


Veganes Restaurant Praña
Mittagstisch für unglaubliche 10 Soles inklusive Salat, Suppe, Hauptgericht, Dessert und Getränk. Super lecker. Unbedingt hingehen!
Calle Ugarte 109


Peruanisches Restaurant Sach'a
Sehr schönes, kleines Restaurant mit traditioneller peruanischer Küche. Es gibt ausreichend vegetarische Gerichte. Die Portionen sind üppig und die Preise in Ordnung. Toller Service!
Campo Redondo 104


El Buda Profano
Veganes Sushi - himmlisch! Man sitzt total gemütlich in einer Art Gewölbekeller. Es gibt eine separate Karte für to-go-Bestellungen.
Simón Bolivar 425


Bar Katari
Rooftop Bar mit großartigem Ausblick auf die Kathedrale am Plaza de Armas. Zwar gibt es einen Mindestumsatz von 5 Dollar, aber für einen Cocktail zum Sonnenuntergang kann man sich das schon mal leisten. Vorherige Reservierung ist erforderlich!
Portal de La Municipalidad 128