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Santa Marta

Für viele Reisende ist Santa Marta der Ausgangspunkt für die Weiterfahrt in den Tayrona Nationalpark und zur Ciudad Perdida. Auch wir sind nur auf kurzer Stippvisite. Dafür hat die Stadt mit kolonialer Architektur an der karibischen Küste mehr zu bieten als nur einen One-Night-Stand.

Wir erreichen Santa Marta mittags mit dem Minibus von Barranquilla (berlinave.com für 22.000 Pesos pro Person, etwa 2h). Vom Busterminal teilen wir uns mit zwei anderen Reisenden ein Taxi und fahren bis zum Mercado. Da der Taxifahrer für den weiteren Weg eine unwahrscheinlich hohe Summe verlangt, laufen wir von dort die restlichen 2km zu Fuß zu unserem Hotel, das sich am Rande der Altstadt befindet. Mit dem Gepäck durch die schwüle Mittagshitze zu laufen, stellt sich als relativ schweißtreibend und anstrengend heraus. Ein bißchen nervig ist die Tatsache, dass uns so gut wie jeder auf der Straße etwas verkaufen möchte - ob Bonbons, Goldschmuck oder Tennissocken. Irgendwann bin auch ich zu müde, um mit einem Lächeln und "No, gracias" dankend abzulehnen. Man geht einfach weiter und ignoriert das Angebot. Mit Schweißtropfen auf der Stirn checken wir im Hotel ein. Mal wieder haben wir ein Zimmer, das nur bedingt ein richtiges Fenster hat. Tageslicht ist Fehlanzeige, denn die Scheiben sind beklebt - aber immerhin gibt es ein Fenster. Man muss sich über die kleinen Dinge im Leben freuen!

Am Nachmittag schlendern wir durch das hübsche Santa Marta, bewundern die koloniale Architektur und statten der Markthalle einen Besuch ab. Hier sind leider gegen Mittag viele Stände geschlossen - Siesta. Verständlich bei der Hitze. Wir kaufen dennoch ein paar Sachen ein und genießen ein Picknick in einem schattigen Plätzchen im Park. Danach besuchen wir das Museo del Oro, das uns Einblicke über das Leben der Ureinwohner dieses Gegend, der Tayrona, erklärt. Als Vorbereitung auf unseren bevorstehenden Besuch des Nationalparks Tayrona ist das geradezu ideal. Am Abend gönnen wir uns am Strand El Rodadero mit Blick auf den Hafen bei Sonnenuntergang ein kühles Bier und gehen danach in einem entzückenden kleinen Restaurant etwas essen.
Santa Marta hat uns beiden gut gefallen, da es eine geschäftige, allem Anschein nach nicht zu touristische kolumbianische Stadt ist. Insbesondere am Wochenende waren die Straßen abends rund um die Calle 19 und den Parque Santander sehr gut besucht. Wer ausgehen möchte, kommt hier sicherlich auf seine Kosten. Uns war eher nach einem kühlen Bier auf der windigen Dachterrasse des Hotels. 


Museo der Oro | zweisprachige Beschilderung in Spanisch und Englisch. Sehr gute und interessant aufbereitete Information. Schon alleine das Gebäude ist den Besuch wert. Eintritt frei.


Ikaro | Café, Bar und Bistro. Gesundes Essen mit einigen vegetarischen Optionen. Es gibt Liegeflächen zum Relaxen und Ventilatoren mit feinen Wasserdüsen zur Erfrischung.


Emilia Restobar-Bar | niedliches, kleines Restaurant mit guten Menü-Angeboten. Ich hatte einen frisch gepressten Saft mit Flor de Jamaica und einen tropisch-karibischen Salat. Lecker!

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