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Fly high

Die Reise nach Guatemala führt mich über Mexico City. Nachhaltig ist das leider nicht. Überhaupt nicht. Aber alle anderen verfügbaren Flüge liegen weit über meinem Budget. Beim Flug von Lima nach Mexico überfliegen wir komplett Mittelamerika, auch das kleine Guatemala. Es ist diesig und wolkig. Und durch die Wolken sieht man spitze Kuppen hervorragen. Berge oder Vulkane. Ich frage mich, wie es wohl wäre, wenn man einfach überall auf der Strecke in einer kleinen Landekapsel aussteigen könnte. So wie bei südamerikanischen Bussen. Nur eben aus dem Flugzeug. Dann könnte man sich die leidigen Umwege und Wartezeiten auf Anschlussflüge sparen.


Natürlich haben wir schon in Lima zwei Stunden Verspätung. Gut, dass ich mitten in der Nacht um 3.30 aufgestanden bin. Aber was soll's - im Warten bin ich ja mittlerweile Profi. In Mexico angekommen muss ich tatsächlich durch die komplette Einwanderungsprozedur durch, obwohl ich nur Transitpassagier bin. Das dauert immerhin mit den ganzen Wegen und Warteschlangen auch seine 90 Minuten. Gut, ich habe etwa 8 Stunden Puffer bis zum Flug nach Guatemala. Ich bin tiefenentspannt.


Auch der zweite Flug von Mexico City nach Guatemala City hat natürlich Verspätung. Etwa 30 Minuten nach der geplanten Abflugzeit boarden wir endlich. Es ist ein ziemlich großes Flugzeug und noch nicht mal zu 20% besetzt. Jetzt habe ich erst recht ein schlechtes Gewissen. Nach 90 Minuten landen wir auch schon wieder. Der Flughafen in Guatemala City ist erstaunlich klein und nicht so modern wie man es für eine Hauptstadt vermuten würde. Die Einwanderungsprozedur verläuft problemlos, das Gepäck wird mehrfach gescannt und mit Hunden inspiziert. Ich wechsle noch schnell ein paar Dollar in Quetzal und dann stehe ich auch schon in der kleinen Ankunftshalle. Beim Taxi lohnt es sich ein bißchen zu verhandeln und man sollte sich auf jeden Fall vorher beim Hostel erkundigen, welcher Preis angemessen ist. Sonst wird ein höherer Preis verlangt. Ich handle den Taxifahrer von 80 auf 70 Quetzal runter. Zu mehr bin ich einfach zu platt. Nach rund 21 Stunden Reisezeit checke ich endlich im Hostel in Guatemala ein. Ich bin fix und fertig. Alle meine Akkus sind leer. Auch mein persönliches Energielevel ist auf dem Tiefstand. Eines ist sicher: ich gehe es hier erst mal gelassen an.

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